Inhalt:

 

 

Der Name Gottes.

Über die Dreifaltigkeit.

Der Weg zur Seligkeit.

Das Opfer Jesu.

Credo 2006.

Vater unser mit Oration.

 Franziskuslied.

Lied für Papst Benedikt.

 Lass Dein Angesicht über uns leuchten.

Mp3

 

 

 

von

 

Volker Wirths

 

 

 

Der Name Gottes

 

Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters DER IST und des Sohnes DER HILFT  und des Heiligen Geistes DER DA IST.

Dieser Auftrag Jesu am Ende des Matthäusevangeliums bewegt viel! Einmal lässt er uns den Lichtblick der Dreifaltigkeit Gottes erheischen, zum anderen ist er gleichsam ein Auftrag an uns in seinem Namen und zu seiner Ehre erschaffen zu wirken.

Wir lesen: Deinen Namen will ich singen, nur Deinen Namen will ich loben ... Mit welchen Namen reden wir Gott an, welchen Namen tragen wir also, welcher Name ist auf uns gelegt, worin sind wir erwählt? Lassen sich den drei Personen Gottes eigenständige Namen zuordnen, in denen sich ihre Einheit verwirklicht, durch den wir aufgenommen im Leibe Jesu in der Dreifaltigkeit aufgehoben sind und wie Petrus es in seinem zweiten Brief schreibt, durch Glaube, Erkenntnis, Tugend, Selbstbeherrschung, Ausdauer, Frömmigkeit und Geschwisterlichkeit in Christus an der göttlichen Natur Anteil haben, die uns die Trägheit und Unfruchtbarkeit nimmt, so dass wir im Namen Gottes wirken? Doch ist der Name des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes nur EIN Name, wenn wir doch schon zwei, nämlich Jahwe und Jesus wissen?

Ich möchte mich zuerst dem väterlichen Namen nähern! Vater ist und bleibt wohl die vertrauteste Anrede Gottes für einen Christen. Doch Jesus lehrt uns im Herrengebet Matthäus 6: Unser Vater, DER DU BIST im Himmel.

Im lateinischen, griechischen wie auch im Hebräischen bedeutet DER DU BIST uns ein Seinswort. Wir können uns daher auf unsere Wurzeln besinnen und vernehmen von unseren älteren jüdischen Geschwistern das Wort JeHu, das Freitags in den Lesungen immer dann ausgesprochen wird, wenn ein Adonai vor dem Tetragramm JHWH steht. JeHu ist eine Zeitwortform in der dritten Person Einzahl und bedeutet soviel wie DER IST. So wäre im Herrengebet wohl: Unser Vater, DU DER IST im Himmel, geheiligt werde dein Name, geziemlich, traditioneller und bedeutsam. DER IST als väterlicher Name Gottes ist die Wurzel allen Glaubens. Die Glaubensgewissheit Gott DER IST, drückt nicht nur aus, dass es einen Gott gibt, sondern auch das der Gott DER IST der Einzige Gott ist. Für diesen väterlichen Namen JeHu finden wir auch in der Bibel Zeugnisse. Das DER (DU B)IST Jesu im Herrengebet zu aller erst, in der Offenbarung z.B. wo DER DU BIST und DER IST wechselt oder das DER IST, wie es im Katechismus beschrieben ist und wie es unser jetztiger Papst Benedikt XVI es noch als Joseph Kardinal Ratzinger über den christlichen Glauben, jedoch für das Tetragramm JHWH auslegt.

KKK 206 Indem er seinen geheimnisvollen Namen JHWH – „Ich bin der, DER IST“ oder „Ich bin der Ich–bin“ – offenbart, sagt Gott, wer er ist und mit welchem Namen man ihn anreden soll. Dieser Gottesname ist geheimnisvoll, wie Gott selbst Geheimnis ist. Er ist ein geoffenbarter Name und zugleich gewissermaßen die Zurückweisung eines Namens. Gerade dadurch bringt er jedoch das, was Gott ist, am besten zum Ausdruck: der über alles, was wir verstehen oder sagen können, unendlich Erhabene. Er ist der „verborgene Gott“ (Jes 45,15); sein Name ist unaussprechlich [Vgl. Ri 13,18]; und er ist zugleich der Gott, der den Menschen seine Nähe schenkt.

KKK 214        Gott, „Er, DER IST“, hat sich Israel geoffenbart als „reich an Huld und Treue“ (Ex 34,6). Diese beiden Begriffe drücken das Wesentliche des Reichtums des göttlichen Namens aus. In all seinen Werken zeigt Gott sein Wohlwollen, seine Güte, seine Gnade, seine Liebe, aber auch seine Verläßlichkeit, seine Beharrlichkeit, seine Treue und seine Wahrheit.

Doch wenn DER IST auf hebräisch nur JeHu gelesen wird, was bedeutet uns dann das Tetragramm JHWH, was wohl sinnvoll JaHuWeH oder JeHuWeH ausgesprochen wird?

Da JeHuWeH aus Ehrfurcht nur einmal im Jahr am Versöhnungstag ausgesprochen wird, ist die genaue Aussprache für uns scheinbar ungewiss. Ich deute dennoch aus den Vorsilben der Namen JeHu, JeHuSua und den Propheten Jeremia und Jesaja das letztere JeHuWeH. Die Bedeutung des Wortes ist sicher nicht ungewiss. Es ist das Zeugnis des Heiligen Geistes, das Gottes ICH BIN DA wahrnimmt und mit Mose und dem Volk Gottes im Herr DER DA IST antwortet und ruft. Die Einsicht als Blüte des Glaubens, die den wohltuenden Hauch Gottes wahrnimmt im Gefüge des Weltgeschehens, aber auch in vielen kleinen Lebensräumen des Alltags, kann Gott im Heiligen Geist als DER DA IST anrufen. Darum offenbart sich Gott in seiner Weisheit in diesem heiligsten aller Namen im Heiligen Geist als der DER DA IST. Mit dem Heiligen Bonnaventura lernen wir, das dies der erste Name Gottes ist.

Aus der Unsicherheit des Geheimnisses um diese Gottesnamen heraus, glaube ich das JeHu als DER IST, der Wortstamm als eine Kurzform des Tetragramms und somit der väterliche Name Gottes ist, in dem unser Glaube wurzelt im Wissen um das Sein Gottes. Das Tetragramm ist dann eine Erweiterung diesen Wortstammes vom Sein hin auf das Da sein Gottes, wahrnehmbar im Heiligen Geist. JeHuWeH als DER DA IST ist somit der Rufname Gottes im Heiligen Geist in dem wir den Hauch Gottes erspüren und wahrnehmen dürfen.

Ich vage dieses in aller Ehrfurcht zu behaupten weil wir in einer allgemeinen Übersetzung von den Gelehrten Hamp und Stenzel Exodus 3, 15b lesen: Dies soll mein Name für immer sein und dies mein Rufname von Geschlecht zu Geschlecht!

Will uns dieses nicht zwei Anreden des Gottesvolkes lehren, dass einmal dem väterlichen ICH BIN Gottes antwortet im Namen JeHu als DER IST und das im Rufnamen des Heiligen Geistes das ICH BIN DA Gottes wahrnimmt und im JeHuWeH mit DER DA IST antwortet?

Seine Heiligkeit Papst Paul VI bekennt in seinem Credo zum II vatikanischen Konzil Abschnitt 2 zum Wesen Gottes:Wir glauben, daß dieser einzige Gott Seiner Wesenheit nach absolut einer ist, unendlich heilig, wie Er in allen Seinen Eigenschaften unendlich vollkommen ist: in Seiner Allmacht, in Seinem unbegrenzten Wissen, in Seiner Vorsehung, in Seinem Willen und in Seiner Liebe. Er ist der, DER DA IST, wie Er es Moses geoffenbart hat; Er ist Liebe, wie der Apostel Johannes es uns lehrt.“

Ich erlaube mir einmal zu übersetzen, wie sich mir Exodus 3, 14 eröffnet doch zuerst aus der Einheitsübersetzung.: Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich-bin-da». Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der «Ich-bin-da» hat mich zu euch gesandt.

Meine Auslegung dieses Textes ist: Gott sagt von sich:  ICH BIN, der ICH DA BIN! Mose soll nun zu den Israeliten den Namen verkünden: DER IST, der DER DA IST! Denn ich persönlich kann Gott nicht anrufen mit meinem  ICH BIN der ICH DA BIN.

Gott erklärt dem Mose also: ICH BIN, der ICH DA BIN, darum nenne mich DER IST, DER DA IST.

In diesem Verhältniss glaube ich wie unsere Urväter vom Grund unserer Liebe zu wissen, dem Vater DER IST und von seiner Weisheit indem wir ihn mit Einsicht anrufen als Gott DER DA IST.

Von dieser Einsicht begeistert geht es hier nicht um richtig oder falsch des jeweiligen Namens, mit der uns anklagende Erkenntnis von der Wahrheit abbringen will, sondern um die Erkenntnis die offenbaren Wahrheiten in gerechter Weise den Personen Gottes zuzuordnen. Welcher Gläubige könnte bezweifeln das unser Gott nicht der Gott DER IST, DER DA IST sein sollte? Ist DER IST nicht der Fels als Fundament unseres Glaubens und DER DA IST, als Hauch Gottes und Ruach die über den Wassern der Urflut schwebte, jene verborgene Schwester Weisheit die Gott mit Einsicht und in Erkenntnis offenbar sein lässt (Sprichwörter 7,4; 8,14 folgend)?

Nähern wir uns nun dem dritten Namen der Dreieinigkeit, dem Namen der Person Jesu, durch den Gott hinter dem Vorhang der unsichtbaren Welt hervortritt und im Sohne in dieses irdische Leben hineinsprosst.

KKK 430        „Jesus“ bedeutet auf hebräisch „Gott rettet“. Bei der Verkündigung gibt der Engel Gabriel ihm den Namen Jesus, der besagt, wer er ist, und zugleich, wozu er gesandt ist [Vgl. Lk 1,31]. Weil niemand „Sünden vergeben“ kann „außer dem einen Gott“ (Mk 2,7), ist er es, der in Jesus, seinem menschgewordenen ewigen Sohn, „sein Volk von seinen Sünden erlösen“ wird (Mt 1,21). In Jesus faßt also Gott sein ganzes Heilswirken für die Menschen zusammen (Vgl. dazu auch 210, 402).

Ich vage zu behaupten, das sich lateinisiert Jesus und hebräisch JeHuSua auch mit DER IST HELFEND oder unserer Sprache angemessen DER HILFT übersetzen lässt. DER HILFT und nicht Gott HILFT. DER wegen der Vorsilbe Je in der dritten Person Einzahl und fehlendem El aus dem Elohim (eure Gottheit), und HILFT, weil es mir näher am täglichen Leben scheint. Wir natürlich im Namen Jesu, Gott als den DER HILFT anbeten, jedoch die Übersetzung „Gott der hilft“, lässt die verwirrende Annahme zu, das Gott vom Wesen ein anderer als Jesus sei und Jesus nicht Gott ist, weil sein Name eben auf den „wahren“ Gott der hilft, als Retter hinweist. DER RETTET oder DER HEILT ist bestimmt auch nicht falsch! Nur in meinem persönlichen Gebet erfahre ich Jesus eben auch in den kleinen alltäglichen Dingen als DER HILFT und überwinde diese Mehrdeutigkeit des hebräischen Wortes mit meiner persönlichen Gotteserfahrung, die mich, wenn ich im Namen Jesu bitte, den Ausruf Herr DER HILFT lehrt.

Ein weiterer Beweggrund Jesus mit DER HILFT zu übersetzen, ist die Tatsache, das wir als Christen durch die Taufe diesen Namen Jesu tragen und in seinem Namen als ein Mensch DER HILFT in unserer jeweiligen Berufung, in allen Berufen wirken. Die Demut rät mir, das ich öfter ein Mensch DER HILFT sein werde, aber beileibe seltenst ein Mensch DER HEILT oder DER RETTET. So schließe ich mich dann wieder dem Katechismus an, im Glauben: Jesus ist als Gott DER HILFT mein einziger Heiland und Retter.

432      Der Name Jesus besagt, daß der Name Gottes in der Person seines Sohnes zugegen ist [Vgl. Apg 5,41; 3 Joh 7]. Er wurde Mensch, um alle endgültig von den Sünden zu erlösen. Jesus ist der göttliche Name, der allein Heil bringt [Vgl. Joh 3,18; Apg 2,21]. Er kann nunmehr von allen angerufen werden, weil Gott sich durch die Fleischwerdung seines Sohnes mit allen Menschen sosehr vereint hat [Vgl. Röm 10,6–13], daß „uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben ist, durch den wir gerettet werden sollen“ (Apg 4, 12) [Vgl. Apg 9,14; Jak 2,7] (Vgl. dazu auch 589, 2666, 389, 161).

Ich glaube damit das zumindest die Übersetzungen der Namen Gottes des Vaters DER IST, des Sohnes DER HILFT und des Heiligen Geistes DER DA IST nicht mehr unaussprechlich sind, sondern eine frohe Botschaft ist, die uns Jesu im Heiligen Geist lehrt in dem er uns Gottes dreieinigen Namen bekannt macht, der mit der Geburt aus Wasser und Geist auf unsere Stirn geschrieben steht.

Was mir darüber hinaus wichtig erscheint ist, das uns die Übersetzung der Anrede Elohim Adonai JeHu, JeHuSua, JeHuWeH, nämlich Eure Gottheit der Herr DER IST, DER HILFT, DER DA IST, in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes - weil dieser dreifaltige Name Gottes zur Meditation und innerem Gebet einlädt -, die wahrliche Anrede Gottes im Bewusstsein seines Namens eröffnet und Gott in diesem Bewusstsein kein Geheimnis bleibt, sondern Er sich uns vorstellt. Sprechen wir nur einmal diese drei Namen im Gebet aus und ergründen wir die darin offenbare Liebe und Treue im DU DER IST, DER HILFT, DER DA IST oder DER DA IST, DER DU BIST, DER HILFT. Es ist für mich der Kern des Evangeliums. Es ist Offenbarung Gottes.

Ich will in aller Demut einen nüchternen GeDANKen auffassen: Ich heiße Volker Wirths. Es sind Namen germanischen Ursprungs und sie bedeuten Volksheer und das meine Vorfahren einmal Wirte waren. Volksheer (Volker) ist ein Ausdruck meiner Persönlichkeit, da ich als Mensch zum Heer der Völker gehöre, während der Titel Wirt (Wirths) mir etwas über Wesen und Beruf meiner menschlichen Wurzeln erzählt. Es gibt gewiß in jeder Sprache eine Analogie und während uns die Bedeutung Kephas als Fels in der Bibel wichtig und bewußt ist, kann uns diese Aussage Jesu über Petrus etwas über das Verständnis der Übersetzungen der Heiligen drei Namen Gottes lehren. Es eröffnet sich darin die Wesenheit des Vaters DER (DU B)IST im Herrengebet und nicht weniger die würdige Anbetung Gottes im Namen Jesu als DER HILFT, wenn nicht gar die spürbaren Liebe unseres Gottes DER DA IST im Heiligen Geist, während unübersetzt die Bedeutung und die Zuversicht der frohen Botschaft dieser Namen für viele unbewußt verborgen bleibt. Darum etwas schwärmerisch, weil sich mir darin ein wenig das Geheimnis der dreifältigen Wirklichkeit Gottes in seinem einzigen Wesen eröffnet hat: Sind die drei Namen, wie die drei Personen Gottes, nicht Fenster in den Mauern der sichtbaren Welt, die uns das Licht ihrer wesenseinen Gottheit hinter den Mauern der sichtbaren Welt schauen lassen? Ist nicht nur der Vorhang der Unwissenheit beiseite zu schieben um in diesem Namen Gott kennen zu lernen? Erkennen wir im Abba DER IST die Wurzel unseres Glaubens im Himmel? Sprosst im Sohn DER HILFT seine liebende Wirklichkeit leibhaftig bis in diese Welt hinein? Nehmen wir in der Blüte des Heiligen Geistes DER DA IST, Gott in seiner Weisheit mit dem Dufthauch der Einsicht wahr? Erkennen wir gewissermaßen im Vertrauen drei Vornamen Gottes in der Anrede DU DER IST, DER HILFT, DER DA IST, während Elohim (Eure Gottheit) und Adonai (Der Herr) Titel sind, wie Vater, Sohn und Heiliger Geist das Bekenntnis des Vertrauens? Ist nicht alles eben keine Zurückweisung seines Namens, sondern bedeutet uns die namentliche Anrede, in der Übersetzung dieser Namen, jeweils in der Landessprache eines Volkes, das untrennbare Wesen Gottes des Vaters DER IST, des Sohnes DER HILFT und des Heiligen Geistes DER DA IST, im vergessenen unbekannten Licht, als dreiEINiger einziger Gott? Sind nicht auch wir erst wahrhaft vom Geist getauft wenn wir in diesem Namen aufgehoben, bewusst oder unbewusst, in IHM aufgenommen sind und wirken? Ist dies nicht unser Auftrag als Mensch DER IST, DER HILFT, DER DA IST, in dieser Welt zu wirken, wie wir es später im Himmel als Heiliger oder Engel DER IST, DER HILFT, DER DA IST, im Namen Gottes tun werden? Liegt darin nicht die ganze frohe Botschaft vom Reiche Gottes verborgen? Ist das nicht der Grundstein des Glaubens, der mit der Taufe gelegt wird? Ist dies nicht eine Gewissheit, die die Tore der Trutzburg Zion im Reiche Gottes eröffnet? Eure Gottheit der Herr DER IST, DER HILFT, DER DA IST ist Heil und Rettung! Ist in dem Zeugnis nicht die Kirche erbaut? Ist das nicht Wirklichkeit Gottes in dieser Welt? Wird in diesem Namen nicht „Gott mit uns“ gegenwärtig? Ist Gott der dreifältige nicht im Leibe Jesu gegenwärtig wo zwei oder drei in diesem Namen beisammen sind, sich gegenseitig beistehen, helfen und in Liebe wirken?

 

Zur Dreifaltigkeit

 

Zuerst möchte ich erwähnen das im hebräischen die Worte für Vater und Sohn wohl mit Wurzel und Spross zu übersetzen sind und somit die unfassbare Einheit von Vater und Sohn viel näher beieinander lieger als in unserem Sprachgebrauch. Ich könnte nun auch laienhaft einige theologogische oder auch theosophische Konstrukte aufbringen, die versuchen das scheinbar unerklärliche zu erklären und z.B. Menschlichkeit sowie Gottheit Jesu bezeugen, wie z.B. Jacobus, der Bruder des Herrn der Jesus den Herrn der Herrlichkeit nennt, und der Psalmist fragt, wer ist der Herr der Herrlichkeit, der Herr der Heerscharen, der bei Jesaja Gott ist. Oder wo doch klar ist, dass im alten Testament Gott der Herr ist und Paulus sagt Jesus ist der Herr und Gott ist Geist. Im Bewußtsein der Dreifaltigkeit Gottes, der auch heute durch, mit und im Menschen wirkt, will ich einiges aufgreifen, was mich zuerst am stärksten hat zweifeln lassen, was mir hernach aber zur theologischen Offenbarung der dreifältigen Wirklichkeit geworden ist. Es ist der Jesajatext 43:

10 Ihr seid meine Zeugen - Spruch des Herrn - / und auch mein Knecht, den ich erwählte, damit ihr erkennt und mir glaubt / und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Gott erschaffen / und auch nach mir wird es keinen geben.

11 Ich bin Jahwe, ich, / und außer mir gibt es keinen Retter.

12 Ich habe es selbst angekündet und euch gerettet, / ich habe es euch zu Gehör gebracht. Kein fremder (Gott) ist bei euch gewesen. / Ihr seid meine Zeugen - Spruch des Herrn. Ich allein bin Gott; / 13 auch künftig werde ich es sein. Niemand kann mir etwas entreißen. / Ich handle.

Nun dort scheint der Vater zu sagen ER sei der Einzige Gott. Etwas verwirrend dabei ist, das natürlich Jesus, als das lebendige Wort Gottes und Licht der Welt ausgelegt, den Gottesknecht lebt, der dort vom Vater scheinbar als Knecht angesprochen wird. Es ist solange verwirrend, wenn man diesen Anspruch des Knechtes ausschließlich auf Jesus deutet, denn so ist es nicht gemeint, wie uns die Kapitel 41 und 42 lehren. Der Knecht ist zuerst auch Israel und Jacob, dem Gott seine Verheißung schenkt, den aber auch das Leiden trifft und dem er Blindheit und Taubheit vorwirft, von dem Gott selbst als Held (Jesu) heilen will. Erkenne ich dieses jedoch, darf ich bemerken, dass dort im heiligen Geist das Wort Gottes als der Vater selbst mit aller Kraft der Liebe spricht, die schließlich in der Dreieinigkeit wirkt. Der Geist offenbart das Wort dem Propheten, durch den Gott selbst in der Kraft der Liebe redet. So ist es nicht allein der Vater, im Spruch des Herrn, der spricht, sondern auch der Heilige Geist und im Wort Gottes Jesus selbst! Es ist also die Gottesoffenbarung der Dreifaltigkeit, die sich hier in einer Wesenheit als einziger Gott offenbart. Vater, Sohn und Geist, die Liebe spricht in seiner Weisheit: Ich handle, Ich rette, Ich begleite!

Ich kann auch Logos nicht allein mit Wort zu übersetzen! Logos ist mehrdeutig und bedeutet auch Kraft und Geist. Gott ist in Jesus also mit Kraft, Wort und Geist in seinen ganzen Wesen der Dreieinigkeit Mensch geworden. Jesus ist vom Herzen Gottes - vom innersten Sein Gottes -, ausgegangen und Gott ist in ihm mit seinem ganzen Wesen Mensch geworden. Gott hat sich in seiner ganzen Menschlichkeit zur Vergebung der Sünden in Jesus aufgeopfert, ist heruntergekommen, hat uns die frohe Botschaft vom Reich Gottes, also die Gegenwart Gottes verkündet, hat uns gelehrt wie wir ihn wahrnehmen dürfen, hat dann seinen Leib in seinem Testament vor seinem Tode vermacht, hat gelitten, ist gestorben und ist in der Macht seines Testamentes - auch in uns, die wir seinen allerheiligsten Leib empfangen -, auferstanden. Er hat uns also in die Fülle der Dreifaltigkeit mit hinein genommen. In seiner Himmelfahrt ist Jesus dann wieder ganz im Herzen Gottes aufgegangen und so liegt er Gott am Herzen, wie uns der Schluss des Logosliedes lehrt. Jesus ist sodenn in der Einheit mit dem Vater vom Wesen her ganz Gott und bleibt in der Erinnerung Gottes im Heiligen Geist trotzdem Person, da Jesus Kraft des Geistes im innersten Bewusstsein des Vaters ewig lebt und uns in der Liebe Gottes in seine Leibhaftigkeit aufnimmt. So dürfen wir im Spross Jesus durch die Blüte des Heiligen Geistes die Wurzel unseres Glaubens, den Vater erkennen. Diese Wirklichkeit kann die Liebe und Treue zu Gott erfahren, der Glaube der in der Liebe verwurzelt die lebendige Gottesbeziehung im Evangelium des Lebens lebt, der nicht von der Welt in diese Welt hineinsprosst und vom Heiligen Geist beseelt Früchte der Liebe trägt, die Weisheit, Einsicht und Gotteserkenntnis lehren.

Man darf Gott also nicht drei teilen in seinem Wesen der Liebe, des Wortes und der Weisheit. Spricht der Vater etwa nicht, oder denkt er nicht? Handelt er etwa ohne den Geist der Weisheit, schenkt er uns keine Einsicht im Wort Gottes oder ist er etwa Liebe ohne Hand und Fuß? Ist etwa die Bibel, uns ohne Geist und Liebe geoffenbart, Gottes Wort und Gott? In Wort und Rechtgläubigkeit wird es eher in unserer Begierde nach Erkenntnis vergewaltigt ein Gesetzeswerk, das den Anspruch Gottes tötet, das mit unserer trügerischer Erkenntnis verblendet im Lebensdurst fesselt und in dieser Macht der Anklage das Gericht beschwört und im Lebensdurst unfrei macht, ja in der Finsternis gefangen nimmt und somit Gott am Kreuz vergewaltigt und tötet. Dieses widerspricht nicht der Radikalität und die Herausforderung an uns dem Worte Gottes zu trauen, sondern das Wort Gottes, die Heilige Schrift ist Richter unserer innerster Gedanken, unseres Wohlseins und unserer Begierden. Es kann zur Liebe hin befreien, aber auch im Lebensdurst fesseln. In ihm offenbart sich unser Wesen, das wir Liebe üben! Der erlöste Glaube ist sodenn frei vom Zweifel an der Dreifaltigkeit Gottes, weil er Gott in den drei Personen wahrnimmt. Wir sehen halt das Licht Gottes hinter dem Vorhang der sichtbaren Welt nur durch die Fenster der drei Personen Gottes in dieser Welt. Somit überrascht uns Gott wenn wir ihn in seinen drei Personen zu erfassen glauben, immer neu als der Eine. Glauben wir ihn als den Einen erfasst zu haben, entgleitet Gott unserer ängstlichen Umklammerung in seinen drei Personen, vor allem in der Menschlichkeit Jesu. Auch wenn wir scheinbar im Lebensdurst ertrinken hält er uns in der Not stehts an der väterlichen Hand, nimmt uns als der gute Hirte im Sohn auf die Schulter oder tröstet uns mit geschwisterlichen Weiblichkeit mit einem Hauch seiner Gottheit. So lernen wir im Vertrauen Gottes in der Vorsehung unseren Weg zu gehen und er macht uns Mut. Ich bin gewiss, auch  heute noch erniedrigt sich Gott in uns zu einem irdischen Leib! Gott unsere Wurzel des Glaubens, hat sich im Spross Jesus so weit erniedrigt, dass er in der Blüte seines Geistes, seine Menschlichkeit im irdischen Leben vermachen kann. Dieses Testament wird in jeder Eucharistiefeier vollstreckt und wird durch den Geist Gottes in der Annahme der Realpräsenz Jesu bezeugt, so dass der Hauch von Gottes Weisheit in der Einsicht auch heute im irdischen Leben weht wo er will und Kinder Gottes gebiert, die erspüren dürfen dass im Auferstandenen das Reich Gottes nicht nur nahe, sondern in ihm aufgehoben gegenwärtig ist. Es ist ein Geschenk, das wir uns nicht nehmen, aber erbitten können. Dreifaltigkeit bedeutet: Gott wirkt durch, mit und im Menschen, verbindet sich im neuen Bunde im Geist der Liebe mit ihm und lässt somit sein Angesicht über dem des Menschen leuchten!

 

Der Weg zur Seligkeit

 

Zunächst möchte ich feststellen: Man kann Gott wahrnehmen! Diese Gottverbundenheit nenne ich Seligkeit. Er gibt sich zu erkennen in Zeichen, in Fügungen und in den Regungen und Gefühlen, manchmal sind auch ganz normale Menschen ungläubige oder auch gläubige - ohne es zu wissen-, Boten Gottes. Gott selbst öffnet einem Augen und Ohren für diese Wahrnehmung und er verbirgt sein Angesicht in diesem Zustand nicht. Gott zeigt sich in einem verborgenen Licht des Heiligen Geistes, es bedarf nur des Heiligen Geistes sein Angesicht wahrzunehmen, ihn zu sehen oder zu hören. Wenn Du also blind und taub bist, dann suche Gott von Herzen, habe vor allem Geduld und sei beharrlich im Gebet, pflücke z.B. gute Frucht aus den Psalmen, richte nicht, ereifre dich nicht, meide Zorn und Habsucht, sei hilfsbereit und sanftmütig, prahle nicht mit deiner Gotteserkenntnis und in dieser Liebe und Treue wird ER sich finden lassen. Im Großen und Ganzen nimm dir die Bergpredigt zu Herzen und beginne mit dem Nötigen was Du verstehst, z.B die goldene Regel, dann lebe das Mögliche was du nicht verstehst und bete für deine Feinde und das scheinbar Unmögliche des Unfassbaren wird geschehen das Du Gott von ganzem Herzen liebst und durch ihn den Nächsten wie dich selbst, ja sogar deine Feinde segnest du. So wird die Bibel deine Schwerhörigkeit heilen, bis du Gott wahrnehmen kannst. Pass aber auf, das dich die wortgläubige Rechtgläubigkeit nicht im Hochmut und anklagender Erkenntnis gefangen nimmt und dich der Richterspruch des Wortes Gottes im Lebensdurst fesselt. Dann bist du der versuchenden Anklage erlegen, wie der Apostel Jacobus in seinem Brief warnt.

Das Wort Gottes, offenbart im Heiligen Geist, wird Dir helfen zu unserer himmlischen Wurzel zu finden, dessen bin ich gewiss. Denke an Noa und Elia die Gott wahrnehmen konnten oder Mose in der Verborgenheit des Zeltes. Von ihnen lerne den Bund einzugehen, wenn Gott ihn anbietet, den Hauch Gottes zu spüren, wenn er dich leise streichelt, hinzuhorchen an einem stillen Ort! Bedenke auch keine Antwort ist eine Antwort. Tu dann das Deine wie du meinst, denn auch wenn dich der Heilige Geist führt bist du in der Vorsehung keine willenlose Marionette. Gott bewahrt dich in Deinem Tun, ob du nun rechts oder links gehen wolltest: Er ruft dir nach (Jesaja 30,19b-21)!

Oft steht mir aber mein Unglaube im Weg, doch Gott hilft in der Glaubenserfahrung meinem Zweifel zum Glauben. Darum bewahre dir die Einfalt des Herzen, das die die nicht sehen und glauben seliger sind als Du der sieht und glaubt. Denk an den ungläubigen Thomas. Es ist nicht Verdienst, sondern Gnade Gott zu schauen. Bedenke immer: Im rechten Glauben, wird man von Gott im Wort Gottes bewegt und genießt Freiheit. Man ist kein Sklave, der in Angst vor Strafe gehorchen muss und der in dieser Bedrängnis keinen Willen hat.

Die Vorsehung Gottes eröffnet einem den Gehorsam in Gottesfurcht, der aus Freundschaft in Liebe und Treue folgt, weil Gott so viel wundervolles und Leben in Fülle wirkt. Seligkeit sucht uns zwar und wir mögen uns finden lassen, sie nimmt uns aber nicht gefangen oder bedrängt uns mit den Fesseln des Gehorsams. Es sind eher Zeichen und Worte die uns zufallen, in denen wir Gottes Gegenwart ermessen. Du darfst sie nicht suchen, sonst wirst du an der Vielfalt des Angesicht Gottes verrückt! Warte auf den Heiligen Geist und sei in deiner Freude voller Demut wenn er dich erfüllt.

Der Heilige Geist Gottes ist ein Geist beweglich und frei, der uns voller Freude aus dem Samen des Wortes gebiert, uns in der Bedrängnis aufrichtet und uns in die Dreifaltigkeit aufnimmt. Im Leibe Jesu, sind wir von der Liebe bewegt und vom Geist begeistert im Wort Gottes aufgehoben und geben Zeugnis von der frohen Botschaft des Lebens. Dabei sich das Wort Gottes als bessere Lebenslösung immer wieder neu anbietet und somit in der Vorsehung vollbracht ist. Dieses Wort Gottes ist nicht angelesen und in Rechtgläubigkeit gefesselt, in dem uns Anklage und Verderben im falschen Licht oder verdorbener Erkenntnis der Welt gefangen nehmen will, sondern durch den Heiligen Geist von Gott selbst mit Einsicht durch Jesus gelehrt, an dem wir über unser eigenes Leben hinauswachsen. Dieser Schatz und Reichtum wächst eben durch die leibhaftige Begegnung mit Jesus in der Eucharistie, tägliche Betrachtung des Evangeliums und im Gebet in dem man auch in der Tat ruht. In dem man das Evangelium lebt, macht es die Fülle des Daseins offenbar und irgendwann hört man Gott in der Schule des Heiligen Geistes! Der weltliche Reichtum mit all seinen Sorgen um den Besitz, ist dagegen ein vergängliches Glück und Bescheidenheit vielleicht ein Segen Gottes, in dem man sich beschenken lässt. Vielmehr ist die Sorge des Reichen ein Ausdruck des Lebensdurstes in dem er Gott nicht wahrnimmt, vielleicht auch Strafe in dieser Unterwelt für das Horten des Überflusses, der eigentlich die Armen nähren sollte, die zu wenig haben?

Der Heiligen Schatz ist im Himmel, ihre Hoffnung ist das ewige Leben, in dem sie auch in dieser Welt schon Gott zu schauen vermögen und sich beschenken lassen von seiner Gnade! Ihre Genügsamkeit macht sie zu Lämmern Gottes, der ihren Herzen Frieden und Ruhe zu schenken vermag, auch wenn die Sorge um dieses Leben plagen will. Sie mögen sich im Vertrauen die Reinheit des Herzens bewahren, das nicht ausnützt, nicht übervorteilt, das sanftmütig ist und sich auch für Feinde und Ungerechte erbarmt, bittet und Segen schenkt. Sie vermögen zu teilen und dass ist der Reichtum in dem Gott sich in Jesus mitteilt, in dem Gott gegenwärtig ist. Denn Gottes Gesetz ist aufgerichtet in Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Treue, die uns mahnt: Der Gläubige, welcher in den Bedürftigen nicht vermag den Dreifaltigen zu erkennen, den hat Jesus nicht gekannt und der Ungläubige oder Andersgläubige der Gutes tut, wird als Gerechter einst Herrlichkeit erlangen. So ist es Gerechtigkeit sich über Gott zu wundern, wenn man den Bedürftigen unwissend Gutes tut, da Gott es in seiner Treue bemerkt und sich im Bedürftigen offenbart.

Der Herr zeigt sich in den  Kleinigkeiten des Alltags, darum sind die Kleinigkeiten wichtig im Leben. In der Erfahrung von Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit bedeutet darum ein herzliches Seufzen auch mehr als viele Worte, da den Tätern so vieles von Gottes Liebe entgeht. Was bleibt einem wie Jesus schweigend auszuharren und zu ertragen, von Gott alles zu erwarten, stille für sie zu beten, da man in der Anklage selbst nur die Seligkeit verliert, wenn man sich selbst ereifert und es nicht Gott überlässt. Denn Gott ist es schließlich der Wollen und Vollbringen über unseren guten Willen hinaus bewirkt, nicht das wir uns dessen rühmen, aber die Freude und der Frieden in uns bleibe.

 

Das Opfer Jesu

 

Gestorben zur Vergebung der Sünden. Wenn ich mir einen Gott vorstelle, der den Opfertod Jesu als Lösegeld verlangt um seiner Gerechtigkeit willen, dann mag ich nicht an ihn glauben. Wenn ich jedoch erfahre, dass Gott sich in Jesus selbst bis in den Tod erniedrigt hat, um uns von der Sünde loszusprechen und aufzurichten, dann bin ich begeistert. Eine Herausforderung allerdings bleibt, dass Jesus wegen unserer Sünden gestorben ist. Wie kann ich dieses begreifen? Ich darf mich in der Gnade Gottes darum dem Sterben Jesu, im Sterben zweier lieben Menschen nähern, die ich auf dem letzten Weg begleiten durfte. Mir ist dort schmerzlich bewusst geworden, dass ich im Angesicht des Todes kaum um eine Verfehlung herum komme. Der einzige Trost ist der Herr, den ich in seiner Passion in diesen Menschen sehen durfte.

Zuerst ist da der jubelnde Einzug nach Jerusalem. Ist dies nicht der Gläubige Mensch, der fest entschlossen dem Herrn bald zu begegnen, voll Vorfreude, sich auf sein Ende vorbereitet, der sich einen leichten Heimgang wünscht und sich auf die Ewigkeit freut und das Hospiz betritt?

Dann die Nächte am Ölberg, indem sich der Sterbende alleingelassen fühlt, Ängste aussteht und finsterste Einsamkeiten erlebt, weil wir kaum Zeit für Besuche haben, weil Welt unser Dasein fordert. Wie oft war ich zu Müde, zu erschöpft von der Arbeit und hatte keine Kraft meine Liebsten zu besuchen, konnte nicht mit Jesus wachen? Wie oft habe ich ihm die Wangen geküsst und gedacht das Leiden ist Deine Schuld und Gottes Wille oder bin geflohen, froh der Bedrücktheit entrinnen zu können?

Aber wo muss ich auch der Gefangennahme und Verschleppung  Jesu zusehen, wenn ein solcher sterbender Mensch einfach verlegt wird, weil das Sterben zu lange dauert, weil die Kosten für das Hospiz nicht mehr übernommen werden und ein Altersheim mit motivierten, aber unterbesetzten geforderten Pflegern her halten muss. Wo ist dort Jesus der Willkür der Menschen ausgesetzt?

Oder die Verspottung Jesu, wenn ein alter dementer Mensch nicht ernst genommen wird, wenn er nach Zuwendung heischt, den ganzen Menschen fordert, aber z.B. seinen Mitbewohnern auf den Geist geht und ihre Abneigung spürt, weil er scheinbar wirres Zeug spricht. Wo erkenne ich dort in ihm das Fünkchen Wahrheit, dass er mir mitteilen will? Wenn er auch verwirrt ist, die Abgründe der Abneigung nimmt er in seiner Fähigkeit zu empfinden aufs tiefste war. Wo sehe ich seinen verzeihenden Blick, wenn ich diesen Menschen Verleugne und seine Aussagen nicht ernst nehme? Wo schaue ich seiner Geißelung zu, wenn er zu seinem Besten fixiert wird, weil wir nicht genügend Sorge und Anwesenheit tragen können, ihn in seiner Verwirrtheit ohne Fesseln zu schützen. Wo begegnet diesem Menschen Simon und Veronica oder die weinenden Frauen am Kreuz, die sich kümmern, letzte wichtige irdische Dinge erledigen, die das Kreuz tragen helfen, das Schweißtuch reichen und z.B. im Rollstuhl noch einmal Spaziergänge machen dürfen, wo wir zusammen beten und singen und tun was sonst im Leben der Liebe dient?

Dann das Sterben selbst, in dem dieser Geliebte Mensch Abgründe der Gottesferne erlebt. Indem er sich fragt, warum muß ich das alles erleiden, warum hat Gott mich verlassen? Gibt es keinen Gott der mich rettet, habe ich im Leben etwas falsch gemacht, dass er mich so leiden lässt? Wo ist einer DER HILFT?

Dann das Versagen des Leibes, wenn ihn dürstet, sein geschundener Leib aber keine Nahrung mehr bei sich hält. Die Schmerzen, wenn sich dieser Mensch trotzt aller Fürsorge wund gelegen hat, wenn er sich selbst nicht mehr bewegen kann und auch die kleinste Bewegung bei der Pflege schmerzt.

Was bleibt mir dann als zum Herrn am Kreuz aufzublicken, sein Angesicht in diesem geliebten Menschen zu sehen und auch mein Unvermögen, meine Ohnmacht zu helfen. In diesem Sterben kann ich begreifen, das das Kreuz etwas gutes ist, dass der Herr recht getan hat, dieses Kreuz auf sich zu nehmen und sich bis in den Tod hinein mit dem Menschen vereint hat, um uns aufzurichten. Ja er ist gestorben um die Sterbenden und die Trauernden zu erlösen! Er ist gestorben wegen meiner Sünden, meiner Nachlässigkeiten, meiner Ungeduld und meiner Unaufmerksamkeit, damit ich unweigerliches Versagen im Angesicht des Todes aushalte und in dem Sterbenden ihn sehe und um Vergebung bitten darf! Und Er ist Auferstanden, damit wir über den Tod hinaus, in der Vergebung der Sünden in ihm Leben!

 

Credo 2006

 

Ich glaube an den dreiEINigen einzigen Gott,

den Herrn DER IST, DER HILFT, DER DA IST,

den Fels, Elohim Adonai JeHu JeHuSua JeHuWeH,

der sich im dreifältigen Namen eines Wesens geoffenbart hat,

der als Einziger mit seinen guten Engeln und Heiligen ICH BIN DA ruft.

Er ist die einzige Wirklichkeit hinter dem Vorhang der sichtbaren Welt,

der alles Gute und Achtbare in sein Bewußtsein der Liebe aufnimmt,

dass alles Böse und Unliebsame am Ort der Verwesung zu einem Nichts vergeht.

Sein ICH BIN der ICH DA BIN eint Kraft, Wort und Geist im Wesen der Liebe!

Im Lichtblick durch das Fenster seiner drei Personen lehrt er sein einzig Wesen!

 

Er ist der Vater DER IST,

die allmächtige Wurzel unseres Glaubens,

der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt,

der uns in Liebe bewegt und Wollen und Vollbringen bewirkt.

 

Er ist der Gesalbte DER HILFT, der Sohn und Spross Gottes im irdischen Leben.

Ausgegangen vom Herzen des Vaters und empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria, in die Welt gekommen um zu heilen,

in anklagender aggressiver Erkenntnis und im Unglauben der Welt,

angeklagt, verhöhnt, gegeißelt, gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in den Lebensdurst und auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel und wieder aufgegangen im Herzen des Vaters,

hat sich Gott in Jesus bis zur Menschlichkeit erniedrigt um uns aufzurichten.

Jesus ist im wirklichen Dasein Gottes im Wesen wahrer Gott und Herr,

persönlich in seinem irdischen Leben Erlöser und Menschensohn Gottes.

So ist der Sohn mit dem Heiligen Geist eines Wesens mit dem Vater

und aufgehoben im Reich Gottes in Leib und Blut gegenwärtig.

 

Er ist der Heilige Geist DER DA IST als Quell der Weisheit,

der uns die Kraft und Einsicht schenkt in Gottes Liebe zu leben

und dies in Frucht und Blüte der Mutter Kirche sichtbar macht.

Seiner Treue ist es, die uns begeistert und getrost aufnimmt in sein Reich.

 

Durch die Taufe mit Wasser und Geist auf den dreifältigen Namen Gottes

und im Vermächtnis seines Leibes und Blutes ist Gott mein bewusstes Heil,

der mich als Glied des Leibes Jesu in seine dreifältige Wirklichkeit aufnimmt.

Von der anklagenden Erkenntnis befreit, die mich gefangen nahm und fesselte,

ist in diesem Glauben die Gnade Gottes, die Gemeinschaft der Engel und Heiligen,

Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und ewig Leben im Reiche Gottes.

 

So ist es, das glaube ich als Mensch DER IST, DER HILFT, DER DA IST. Amen.

 

 

Vater unser mit Oration

 

Unser Vater, Du DER IST im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib und heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in der Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Bitte führe uns auf dem Weg der Wahrheit und der Liebe und schenke Frieden und Gemeinschaft; wirke in uns das Wollen und Vollbringen der guten Werke, die du für uns ausersehen hast und schenke dazu die Freude in Deinem Bewusstsein zu leben, dich zu lieben und dich wahr zu nehmen. Das erbitte wir von Dir Herr DER IST, DER HILFT, DER DA IST, für unseren Papst und seine Getreuen, für alle Geschwister im Glauben und für alle Menschen guten Willens. Amen

 

 

 

Franziskuslied

 

Erhabener lichtvoller Gott,

erleuchte die Finsternis in meinem Herzen,

schenke mir einen Glauben der weiter führt,

erleuchte die Dunkelheit meiner Seele,

schenke mir eine Hoffnung die alles trägt,

erfülle mich mit Liebe Herr,

die nichts ausschließt,

die Deinen Willen kennt,

mich auf Deinen Wegen lenkt.

Lass mich wissen Herr, wer Du bist

und was Dein heiliger Auftrag ist.

Allmächtiger liebender Gott.

 

Nach der Übersetzung des Franziskusgebetes

von

Niklas Kuster

 

 

Für Papst Benedikt XVI

 

In Dunkelheit ist es nicht finster,

in dir o Gott

in tiefster Nacht scheint noch ein Licht,

es zeigt mir meinen Weg zu Dir

DER IST mein Gott

und lässt nicht zu das ich verloren bin.

 

Weiß ich den Weg auch nicht im Grauen

mit Dir o Gott

ruft dennoch Deine Stimme mich

in meinem Herzen fühl ich Dich,

DER HILFT mein Gott

Du lässt nicht zu das Dunkel zu mir spricht

 

Die Boten streicheln mich im Hauche

von Dir o Gott,

die Ohren lauschen Deinem Wort

die Augen sehen Heil in Dir,

DER DA IST Gott

und selig rührt der Geist mich tröstlich an.

 

Hör ich auch Donner sehe Blitze

in dieser Welt

bist Du es Gott der geliebter Sohn zu mir spricht

Ich sing nur Abba, Baban dilè

bechmaya,

El Adonai Jehu Jehusua Jehuweh

 

 

 

Lass Dein Angesicht über uns leuchten

 

 

Lass Dein Angesicht über uns leuchten,

erfülle uns mit Deiner Liebe,

in der Freude des Heiligen Geistes,

woll´n wir dienen, dass Du durch uns wirkst.

 

Wir dürfen dich erspüren,

liebevoll berührt,

wir deine Stimme hören,

du bist es der führt.

 

Wir lassen uns begeistern,

fühlen Deinen Geist,

Erfüllst du uns mit Liebe,

Du dein Reich verheißt.

 

Du bist das ewge Leben,

bist es der beglückt,

in Deinem heilgen Leibe,

bist Du nicht entrückt.

 

Du bist der Weg die Wahrheit und das Leben,

Deine Gegenwart ist Hoffnung uns genug,

Treue heißt in Dir Dein Angebot der Liebe,

fülle unser Herz denn Du hast uns erwählt.

 

 

Lieder:

 

MP3 Vater unser

 

MP3 Franziskusgebet

 

MP3 Lass dein Angesicht über uns leuchten

 

MP3 In Dunkelheit ist es nicht Finster

 

MP3 Hohelied der Liebe

 

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